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Hinterer Drosselklappenkörper innen verrußt

 
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mahahneOffline
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BeitragVerfasst am : Di, 9. Okt 2018, 11:55    Titel: Hinterer Drosselklappenkörper innen verrußt Antworten mit Zitat

Hallo, habe schon die Suche bemüht und das Forum manuell durchgeschaut, aber hier leider nichts passendes gefunden. Falls aber jemand einen Thread im Gedächtnis hat, der meinem nahe kommt, bitte kurz Bescheid sagen, damit ein Admin verschieben kann.

Nun zu meinem Problem:

Ich habe vor einem Monat eine 2010er 990 Adventure gekauft. Angebaut sind Leos, sonst ist alles original.
Vorher hatte ich eine 990 Superduke R, also einen halbwegs vergleich zum Motor. Bei der Probefahrt ist aufgefallen, dass sie beim Gaswegnehmen ein paar Fehlzündungen hat, also nach hinten raus etwas schiesst. Nicht doll, halt etwas. Und der Motorlauf war um 3-4000 U/min etwas ruppig.
Also habe ich mich gestern drangemacht, die Drosselklappen mittels TUNE-ECU zu synchronisieren. Die waren auch in der Tat ca. 25hpa auseinander.

Was mir negativ auffiel, der hintere Drosselklappenkörper war innen mit einer schwarzen Rußschicht überzogen. Zudem Sprotzte es aus der Drosselklappe in unregelmässigen Abständen (Zwischen 5 und 15 sec.) unregelmässig im Leerlauf.
Den Zündkerzenstecker hatte ich abgezogen und wieder ordentlich fest draufgesetzt. Brachte aber keine Besserung.
Die vordere Drosselklappe war ohne Rußbefall und lief ruhig.

Hat wer von Euch einen Tip, woher der Ruß und das "Sprotzen" kommen kann? Falschluft?
Eine neue Zündkerze wird Ende der Woche eingebaut. Das ware meine momentane Idee.

Viele Grüße aus Worpswede,
Marcus
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PlumpsOffline
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BeitragVerfasst am : Di, 9. Okt 2018, 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

bei mir war es eine undichte Ventilschaftdichtung eines Einlassventils.. dort ist minimal Öl ausgetreten und "verdampft".. also ne ziemlich klebrige Mischung aus Öl und Ruß. War recht gut zu beobachten, wenn man den heißen Motor ausstellte und in den Ansaugstutzen schaute.. dort stieg dann ein kleines Wölkchen auf...

Ventilspiel schon kontrolliert?

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mahahneOffline
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BeitragVerfasst am : Di, 9. Okt 2018, 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Kleine Wölkchen waren nicht zu sehen und klebrig war der schwarze Belag nicht. konnte man ganz leicht mit einem Lappen oder Finger, wie eine dichtere Staubschicht abwischen
Aber das Ventilspiel wird umgehend überprüft und ggfs. eingestellt. Hoffe, dass es keine Schaftdichtung ist.
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hakimOffline
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BeitragVerfasst am : Mi, 10. Okt 2018, 6:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marcus,
Fehlzündungen mit LeoVince, trockene Rußablagerungen an einer Drosselklappe, Sprotzeln aus diesem Bereich im Leerlauf: ich fürchte, da muß es beim Vorbesitzer mal kräftiges, sog. "Backfire" gegeben haben. Also ungewollte Verbrennung im Abgastrakt mit Zurückschießen der Druckwelle zu den Auslaßventilen. Möglicherweise sind diese jetzt undicht oder gar beschädigt. Zu Backfire können defekte Zündkerzen führen, aber auch Magerlauf z.B. durch Falschluft. Deine Leos lassen die 990er eher zu mager laufen, vor allem wenn keine Kats verbaut sein sollten. Eventuell ist zusätzlich der Abgastrakt undicht, bei den Leos mit ihrer schlechten Verarbeitung auch keine Seltenheit. Zu Magerlauf paßt der ruppige Motorlauf bei niedrigeren Drehzahlen ebenso wie die Fehlzündungen beim Gaswegnehmen. Auch wird der Leistungseinsatz beim Gasaufmachen sehr harsch - was manche leider dahingehend interpretieren, daß der Motor mit den Leos kräftiger laufen würde. Ich halte von der Qualität und Abstimmung der Leos garnichts und würde diese umgehend runterwerfen. Am Zylinder sollte man eine Druckverlustprüfung machen, um die Auslaßventile zu prüfen. Mit Glück reicht eine Ventilreinigung, um Ablagerungen am Ventilsitz zu entfernen und den Auslaß wieder dicht zu bekommen. Solange die Ventile nicht krumm sind jedenfalls.
Bei echten Fehlzündungen während der Probefahrt - also nicht das bei der LC8 übliche Grummeln im Schiebebetrieb - hätte ich die Maschine nicht gekauft, aber ich hoffe für Dich, daß ich mit meiner Einschätzung unrecht habe und die Ventile noch keinen bleibenden Schaden haben.
Hakim
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mahahneOffline
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BeitragVerfasst am : Mi, 10. Okt 2018, 7:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hakim, danke für die ausführlichen Informationen. Die "Fehlzündungen" sind lediglich im Schiebebetrieb aufgefallen. Also keineswegs bei Halblast Last oder ähnliches. Da läuft der Motor recht ruhig. Aufgefallen ist das Sprötzen auch nur durch den offenen Luftfilterkasten während der Synchronisation.
Den Tip mit der Druckverlustprüfung werde ich durchführen. Ein Punkt mehr auf der To-Do Liste.

Ventile Reinigen höre ich gerade zum ersten mal. Meinst Du eine Mechanische Reinigung mit Ventilausbau, oder mit chemischen Mitteln?

Die Leo Vince werde ich in der Tat runterschmeissen und die Originalen wieder drauf machen. Sind mir zu Laut. Das brauche ich im Endurobetrieb nicht mehr... wacko
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hakimOffline
Sahararider
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BeitragVerfasst am : Mi, 10. Okt 2018, 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

mahahne @ Mi, 10. Okt 2018, 8:32 hat folgendes geschrieben:
...Ventile Reinigen höre ich gerade zum ersten mal. Meinst Du eine Mechanische Reinigung mit Ventilausbau, oder mit chemischen Mitteln?...

Hallo,
vielleicht ist ja tatsächlich alles halb so schlimm... Das tiefe Grummeln und Blubbern der LC im Schiebebetrieb hat nichts mit echten Fehlzündungen zu tun und ist unbedenklich. Es mag in der Praxis nicht immer leicht sein, beides zu unterscheiden. Aber wenn Du schreibst, "dass sie beim Gaswegnehmen ein paar Fehlzündungen hat, also nach hinten raus etwas schiesst", klingt das tatsächlich nach echten Fehlzündungen. Wie auch immer: die Rußablagerungen auf der hinteren Drosselklappe sind nicht normal und man sollte die Sache untersuchen.
Was Du mit wenig Aufwand versuchen kannst, da die Maschine sonst einigermaßen zu laufen scheint, ist ersteinmal die Ventilreinigung über einen Benzinzusatz, z.B. "LiquiMoly 1014 Ventilsauber". Früher haben wir dafür einfach langsam Wasser in den Ansaugstutzen vor dem Vergaser geträufelt und dabei etwas Gas gegeben. Danach eine Druckverlustprüfung, und wenn die zeigt, daß immer noch was nicht ausreichend dicht ist, muß der Kopf runter. Die Ventile ausbauen und wenn sie nicht beschädigt sind, über Nacht in Backofenreiniger einlegen. Danach die Restablagerungen mechanisch entfernen. LiquiMoly schreibt, daß man mit ihrem "Liqui Moly Drosselklappenreiniger" auch die Einlaßventile sauber bekäme. Aber Du hast ja vermutlich eher ein Problem mit dem Auslaß. Jedenfalls: die Leos zu entsorgen, ist ein richtiger Schritt.
Hakim
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mahahneOffline
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BeitragVerfasst am : Do, 11. Okt 2018, 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für den ausführlichen Rat und Informationen

Werde es erst einmal so machen.

Zündkerze neu
Ventilreiniger rein
Ventilspiel überprüfen
Druckverlustprüfung

Hoffentlich ist dann der Drops gelutscht. Wenn nicht, dann halt Kopf runter und schauen, was zum Vorschin kommt.
Werde dann weiter berichten.
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PlumpsOffline
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BeitragVerfasst am : Do, 11. Okt 2018, 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

meine Vermutung ist, dass der Vorbesitzer die Wartung bezüglich Ventilspiel etwas vernachlässigt hat. Mit etwas Glück bist Du dann mit Ventilspiel-Einstellen, aus der Nummer raus... ansonsten halt Kopf ab, Reinigen, V-Sitze prüfen und ggf. Sitze neu einschleifen...

Die verkokten Ventile... Kolben... Zylinderkopf hatte ich einfach pur in nem Motor-Reiniger (Ölspülung) eingeweicht... das ging recht gut...

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mahahneOffline
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BeitragVerfasst am : Fr, 12. Okt 2018, 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Euch für all die Infos. Werde dann schreiben, wenn die Punkte abgearbeitet sind und Erkenntnisse da sind.
Smile
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mahahneOffline
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BeitragVerfasst am : Do, 18. Okt 2018, 7:16    Titel: Antworten mit Zitat

So, die Warung ist nun fertig.

Aaaalso:

Ventilreiniger hatte ich beim Tanken mit reingegeben uns bin dann ca. 150km gefahren.

Drosselklappen abgenommen, dabei ist aufgefallen, dass die Verschraubung der Drosselklappen an den Gummistutzen zum Zylindereinlass sich auffällig leicht (im gegensatz zum vorderen Zylinder) beim hinteren Zylinder aufschrauben ließen.
Einlassventile schauten optisch Tip Top aus, genau wie der EInlasskanal selber. Dort wird auch kein Ruß zu sehen.
Druckverlustprüfung: Keine Auffälligkeiten. Druck wurde gehalten
Ventilspiel: Alles im Soll. Einlass 0,15, Auslass 0,30
Habe nun den Drosselklappenkörper richtig sauber gemacht und alles fest verschraubt.
Werde dann nach der Tour nach Amsterdamm am Wochenende noch mal den Lufikasten aufmachen und schauen, ob sich wieder etwas gebildet hat.

Schon etwas komisch, das Ganze...

Bin aber auf jeden Fall beruhigt, dass am Ventiltrieb nichts zu finden war. :-)
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hakimOffline
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BeitragVerfasst am : Do, 18. Okt 2018, 15:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
mahahne @ Do, 18. Okt 2018, 8:16 hat folgendes geschrieben:
...Drosselklappen abgenommen, dabei ist aufgefallen, dass die Verschraubung der Drosselklappen an den Gummistutzen zum Zylindereinlass sich auffällig leicht (im gegensatz zum vorderen Zylinder) beim hinteren Zylinder aufschrauben ließen.
Das spricht für meine Theorie des "Backfire". Dabei wird der Drosselklappenkörper zurückgeschlagen, die Schelle lockert sich und manchmal fliegt das ganze Teil einfach ab.
Einlassventile schauten optisch Tip Top aus, genau wie der EInlasskanal selber. Dort wird auch kein Ruß zu sehen.
Druckverlustprüfung: Keine Auffälligkeiten. Druck wurde gehalten
Sehr gut!
Ventilspiel: Alles im Soll. Einlass 0,15, Auslass 0,30
Das ist aber gerade noch an der oberen Grenze des Solls. Einlaß 0,10-0,15 und Auslaß 0,25 bis 0,30. Den Auslaß würde ich empfehlen, etwas früher nach unten zu korrigieren als den Einlaß. Ist aber kein akuter Handlungsbedarf.
Habe nun den Drosselklappenkörper richtig sauber gemacht und alles fest verschraubt...
Gut so, die Leos hast Du hoffentlich schon weg, nach Endschalldämpferwechsel einen 15-minütigen Inilauf gemacht, und mehr ist nicht zu tun. Ich denke, Du kannst beruhigt weiterfahren. Allenfalls die nächste Ventilspielkontrolle etwas vorziehen.

Gute Fahrt!
Hakim
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