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Drosselklappenkörper: Fehler, Auswirkungen, Lösungsansätze
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punKTuMOffline
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Anmeldungsdatum: 07.08.2008
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KTM LC8 Adv 990, 2008
 →  134.000 km

BeitragVerfasst am : Mo, 30. Apr 2018, 17:29    Titel: Drosselklappenkörper: Fehler, Auswirkungen, Lösungsansätze Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben!

Hatte in den letzten Wochen ja einige meiner Probleme ins Forum getragen und wie immer schnelle und sehr hilfreiche Tipps erhalten:

Im Bereich Drosselklappenkörper sah es aber nicht so rosig aus.
Viele von euch haben Probleme mit der Elektronik und die meisten Lösungsansätze zeigten kaum Wirkung Mad .
Auch ich hatte letztlich mehrere "Freundliche" kontaktiert, persönlich und telefonisch. Was dabei herauskam, war eher ernüchternd: gerne würde man den kompletten Drosselklappenkörper tauschen. Eine Gewähr, dass dann meine "Leerlaufprobleme" usw. definitiv gelöst wären, würde man aber nicht übernehmen. Im schlimmsten Falle hätte ich dann eben eine schöne neue Drosselklappeneinheit. Eine Rücknahme würde jedenfalls nicht erfolgen können wacko .
Ich erhielt noch den einen oder anderen mehr oder weniger ergiebigen Ratschlag ("Erst einmal die beiden Drosselklappenpotis auf Verdacht austauschen...") und das war's.
Da mein Moped 10 Jahre alt ist und über 120.000km auf der Uhr hat, wollte ich keinesfalls 1300,- € einfach mal so probeweise unters Volk bringen.
Habe also erst einmal viele Stunden im Forum verbracht und dann noch mehr Stunden am, neben und auf dem Moped.
Da ich letztlich für mich eine seit fast 3000 km befriedigende Lösung gefunden habe, möchte ich eine kurze Zusammenfassung geben und der Übersichtlichkeit halber auch entsprechende Stellen aus dem Forum zitieren.

Fehlerbeschreibungen:

Fange ich mal mit meiner Orangenen an.
Irgendwann "aus dem Nichts" blieb die Drehzahl beim Anrollen an eine Kreuzung bei knapp 2000 U/min stehen. Kurze Gasstöße ("vielleicht ist ja irgendwo was hängen geblieben") brachten nichts. Also Zündung aus, Motor wieder an: alles gut. Sie tuckerte wieder bei gut 1400 U/min.
Einige Tage und Kilometer später das gleiche Problem. Drehzahl hing bei knapp 2000 U/min. Aus, an: alles gut. 10 Minuten später: Drehzahl hing bei 2500 U/min. Aus, an: gut.
Dieser Prozeß wiederholte sich, allerdings konnte ich keine reproduzierbaren Parameter ausmachen: der Fehler schien bei kalten Temperaturen weniger häufig vorzukommen. Dann war er auch bei 5 Grad Außentemperatur auf einer 20 km Strecke 3x da. Bei 20 Grad konnte ich eine Tankfüllung verfahren, ohne die geringsten Mucken. Am nächsten Fahrtag bei ähnlichen Temperaturen 2x Fehler auf 100 km.
Zudem hatte ich das Gefühl, dass die Leerlaufdrehzahl sich prinzipiell leicht erhöht hatte. Nicht viel und auch nicht immer, aber manchmal spürbar: die Motorbremse war nicht mehr so stark. Runterschalten vor den Kurven ging jetzt sogar etwas geschmeidiger, da ja die Drehzahl nicht mehr so einbrach. Meistens sank sie dann nicht unter 1500 U/min. Nicht viel über dem Soll, aber doch spürbar.
Und was ebenfalls messbar war: ein erhöhter Benzinverbrauch. Normalerweise liegt mein Verbrauch bei 6,2 bis 6,5 Litern. Jetzt kam ich kaum mehr unter 7 Liter.
Da ich zu diesem Zeitpunkt im Rahmen einer umfangreichen Renovierung u.a. auch die Kette samt Ritzel und Kettenrad getauscht hatte und ich zum ersten Mal ein 14er Ritzel verbaut hatte, hatte ich auch den höheren Verbrauch erst einmal auf das kleinere Ritzel geschoben. Das sollte sich aber noch als Irrtum herausstellen.

Wie ich lesen konnte, war ich nicht allein.
JAMMERnich hatte ebenfalls Standgasprobleme:
JAMMERnich @ So, 24. Mai 2009, 20:44 hat folgendes geschrieben:
Hallo Wissende!

Seit einiger Zeit hab ich das Problem, dass meine 990er S nicht vom Gas geht, d.h. die Drehzahl geht nicht runter und bleibt seit heute zwischen 3000 und 4000U/min (die letzten Wochen war es nicht gar so hoch ca. bei 2000/2500)

Folgendes habe ich überprüft:
- Gaszüge geschmiert/Spiel eingestellt
- Neu-Initialisierung der Einspritzung durchgeführt
- Ansaugtrakt Frühjahrsputz (Drosselklappen und alle Gelenke mal bewegt/geschmiert)
- LuFi getauscht
Ich hatte sie vor zwei Wochen zur grossen Inspektion beim Smile , ich hatte ihm von dem Problem erzählt, er fand aber nix -> Vorführeffekt, dann wars auch wieder ne Woche o.k.

Heute Mittag 50 Kilometer Schotter gefahren, dann plötzlich setzte es wieder vehement ein und ich bin fast aus ner Kurve rausgeschossen und ne dreissig-Meter Schlucht runtergesegelt Mad . Auf nem Parklplatz habe ich dann mal den LuFi-Deckel abgebaut und sie laufenlassen-> ohne Deckel war das Problem nicht da (?!). Deckel wieder drauf-> dreht 3500 - muss aber nix heissen.
Ach ja: Ich kann temporär das Problem beseitigen, wenn ich die Zündung ausschalte und den Motor neu starte (Drosselklappen suchen ihre Nullstellung).

Ergo: Für mich riecht es stark nach defektem Drosselklappenstellmotor (Forensuche: Ein Fall SD mit ähnlichem Problem, auch DK Stellmotor).

Hat sonst jemand Erfahrung mit sowas?

P.S.: Bin gerade ziemlich angepisst von der Karre! Gestern schon rollend zuhause angekommen, da KNZ abgekackt (ok. war zu erwarten nach 37000km) und dann heute das - mit gezogener Kupplung an jede Kreuzung!
Btw: Hosis KNZ ist super! Mr. Green



HotFire ebenfalls:
HotFire @ So, 24. Mai 2009, 23:05 hat folgendes geschrieben:
meine macht das MINIMAL auch (nur im Schiebebetrieb) aber nur bis um die 2000er Grenze - stört mich also nicht wirklich !

Standgas ist dann wieder ok !

Habe ich erst seit dem Akramapping - oder es ist mir erst da aufgefallen ???!!!


Aber die Drehzahl kann auch deutlich höher steigen:

baba @ Mo, 31. Okt 2011, 13:04 hat folgendes geschrieben:

Hallo
meine 990 SM hat seit einigen Wochen folgendes Problem:

nach ca. 100 bis 200 km fahren geht die Leerlaufdrehzahl 1500 U/min plötzlich auf 3000 bis 5000 u/min. Mache ich den Motor und Zündung aus bessert sich das ganze nur kurz, mache ich nur den Motor aus und lasse ich die Zündung an, normalisiert sich die Drehzahl nach dem anlassen wieder auf 1500 u/min. Die Drehzahl geht wieder hoch wenn der Motor durch Stadtverkehr sehr heiß wird.
Man hat die Drosselklappen neu synchron gestellt und ein aktuelles Mapping aufgespielt. Hat aber nicht geholfen.

Wo kann der Fehler liegen ?


Und dass die @ schließlich "von alleine" fuhr, hatte ich dann auch:

Tabbi @ Di, 27. Jan 2015, 13:43 hat folgendes geschrieben:
Hallo Jungs,

ich hab zwar die Adv R Bj 2011 aber ist ja der gleiche Motor.

Ich habe das Problem seit gut einem Jahr und bishe blieben alle Lösungen ohne Erfolg.
Letztes Mal wurde der Gangsensor gewechselt aber das war es auch nicht.

Meine @ Dreht irgendwann mal so richtig hoch, dann fährt das nette Mopped auf gerader Strecke ohne Gas im 3. Gang locker 60-70 km/h.

Mein freundlicher ist nun seit 2 Wochen bei der Suche nach der Lösung.
Gaszüge waren es nicht, Mapping (Vorgänger hat Carbon Leos draufgemacht plus Akramapping) auf Standard, aber bring auch nix.

Ich frage mich wie lange läßt Frau den Schrauber suchen? Weil auch das kostet ja ohne Ende Geld an Arbeitszeit.

Wenn ich sie an und aus mache ist meist über einige Zeit gelöst das Problem. Nur beim Bergabfahren nervt es wenn Frau bei ca. 5.000 u/min wieder einkuppeln muss oder die Bremsglühen weil es ständig nach vorne geht.

Ich könnte meine @ grad an die Wand werfen heul


Auf weitere Zitate zum Thema "Leerelaufdrehzahlerhöhung" verzichte ich, aber wenn man "Drosselklappenklappenkörper" oder "Drosselklappeneinheit" in die Suche eingibt, findet man schnell weitere ähnliche Beschreibungen. Gleiches gilt für die Überseeabenteurer im advrider-Forum.

Ein anderes spannendes Phänomen konnte Claudia (KTM-Bremen) berichten:
KTM-Bremen @ Mi, 27. Mai 2015, 18:48 hat folgendes geschrieben:
Liebe Foraner,

ich bin mit meiner 990 Adv. im Urlaub in Südfrankreich und sie macht ziemlich Probleme. Mir wurde hier schon so oft toll geholfen und ich hoffe, Euch fällt auch dieses Mal was ein?

Die KTM war bei der großen Inspektion (30.000 km, mit Ventilen!) und lief bis dahin wunderbar. Neben den normalen Inspektionssachen wurden Öldruckschalter (leckte) und Kühlwasserschlauch gewechselt.

Bereits nach 100 km -schon auf dem Weg in den Urlaub- fingen ie Probleme an:

- sie geht öfters während der Fahrt einfach aus, und zwar in dem Moment, wenn ich ausgekuppelt und das Gas zurückgenommen habe, vor allem in den hohen Gängen.

- sie hat öfters Fehlzündungen und "knattert blechern", wenn ich eingekuppelt das Gas zurücknehme.

- sie hat zweimal nach morgentlichem Starten (ca. 15 Grad hier) das Gas nicht richtig angenommen und das war "rhythmisch", also 3 sec volle Leistung, 3 sec deutlich verminderte Leistung (evtl. nur 1 Zylinder in Gang)?

Wäre in Bremen, würde ich das beim Händler reklamieren, das Problem steht eindeutig im Zusammenhang mit der Inspektion! Aber was kann ich hier bei Avignon denn selbst machen (außer sauteurer französ. KTM-Händler)???

Falls das wichtig ist: Benzinverbrauch normal, Startverhalten normal, Leerlaufdrehzahl ca. 1.400 U/min.

Wäre echt klasse, wenn mir jemand weiterhelfen könnte! Bringt es was, ein Mapping zu machen (und wenn ja, wie ging das nochmal... 20 min im Leerlauf oder so?).

Bitte nicht böse sein, wenn ich nicht gleich antworten kann, bin auf dem Camping und muss für Internet jedes Mal zur Rezeption latschen (ja...lach... mein Handy hat tatsächlich noch mechanische Tasten und ich schreibe auf dem Netbook).

Ganz lieben Dank schonmal für eure Mühe!!!

Claudia


Auch dieses Problem hatten ja schon einige Forianer. Da geht der Motor während eines Überholmanövers aus usw.

Doch wie sieht es mit Heilung der Krankheit aus?

Lösungsansätze:

Wenn man die einzelnen Threads liest, in denen man irgendwann auf den Drosselklappenkörper zu sprechen kommt, findet man häufig abschließend nur den Hinweis, dass ein Austausch desselben die Probleme löste.

Stefan R. @ Mo, 24. Apr 2017, 22:57 hat folgendes geschrieben:
Servus,
hier jetzt meine Erfahrung. Habe mir bei E-Bay von einem Händler einen gebrauchten Drosselklappenkörper für 250 € gekauft. getauscht, zugemacht und läuft besser wie vorher :-)
Bisher leider noch nicht möglich gewesen einen Kalibrierlauf zu machen. Die Nachbarn sind immer da :-(
LG
Stefan


Folgende Tests/Experimente wurden von euch und mir ausgeführt bzw. empfohlen:

Verdacht auf abgeklemmte Tankentlüftungen - überprüfen

Ansaugtemperatursensor (gerade wenn man meint, dass die Probleme von der Außentemperatur abhängig sein könnten). Den habe ich auch ausgetauscht, weil er günstig war (keine 13,- €). Der lässt sich aber leicht mit einem Multimeter und einem Topf mit kochendem Wasser überprüfen: (s. Werkstattbuch) - bei 100 Grad hat er 155,3 Ω, bei 40 Grad 1136 kΩ.

Fehlerhaftes Ventilspiel - wenn das Ventilspiel nicht stimmt, die Ventilsitze ausgeschlagen sind etc., kann es nach meinen (BMW-)Erfahrungen durchaus dazu kommen, dass die Drehzahl langsamer herunter geht. Das ist aber ein stets reproduzierbarer Vorgang. Zudem hatte ich meine Ventile penibelst eingestellt.

Fehlerhafte Benzinpumpe (würde ich ausschließen, da ich bei ca. 40.000 km eine defekte Benzinpumpe hatte, die den notwendigen Druck nicht mehr aufbaute. Alle Fehler, die sich daraus ergaben, äußerten sich anders).

Falschluft, Nebenluft: vielleicht sitzt der Drosselklappenkörper nicht richtig auf den Ansaugstutzen? Vielleicht sind auch die Gummimanschetten eingerissen? Bei mir saß "leider" alles an seinem Platz.

Steckkontakt Drosselklappeneinheit. Der große Verbindungsstecker des Drosselklappenkörpers, der sich an der rechten Rahmenseite befindet, könnte natürlich Kontaktprobleme haben. Irgendwo im Forum hatte ich gelesen, dass man die Kontakte einzeln abschleifen sollte. Das halte ich für nicht nötig. Sehr gute Erfahrung habe ich mit den speziellen Kontaktsprays/Oxydlösern "Kontakt 60" und "Kontakt 61" gemacht. Einfach mal googlen. Mit dem 60iger habe ich auch schon völlig vergammelte Mopedschalter etc. wieder zum Leben erwecken können.
Kabelbruch. Da habe ich es mit einer Sichtprüfung gut sein lassen und darauf gehofft, dass bei Fehlkontakten entsprechende Fehlermeldungen in der ECU, also dem Hauptsteuergerät, hinterlegt würden.

Und hier verlasse ich dann auch die konservativen, mechanisch orientierten Versuche und begebe mich aufs elektronische Glatteis.
Aus Neugier hatte ich mir schon frühzeitig nach Erscheinen "TuneECU" mit den passenden Kabeln und Adaptern besorgt und aufs Notebook gespielt.
Will sagen: ohne die Möglichkeit, die gespeicherten Fehlermeldungen in der ECU auslesen und löschen, sich die Werte der verbauten Sensoren anzeigen lassen zu können etc. hat man keine Chance, etwas am Drosselklappenkörper machen zu können, von dem KTM im Werkstattbuch ja eh behauptet "Am Drosselklappenkörper sind keine Arbeiten erlaubt und keine Einstellarbeiten notwendig".

Meine Überlegung dazu: wenn ich denn sowieso einen neuen DK (Drosselklappenklappenkörper) benötige, dann kann ich den alten ja noch ausgiebig zerschrauben.

Ein Wort zu TuneECU
Jeder, der schon einmal versucht hat, alte SCSI-Scanner oder Geräte mit alten seriellen Schnittstellen etc. an seinen aktuellen Windoof-XY-Rechner zu koppeln, kennt vermutlich die Schwierigkeiten, perfekte Treiber zu finden und zu installieren. So ging es mir mit TuneECU auch. Der serielle Anschluss muss über ein USB-Kabel an den Rechner. Das klappt mal gut, mal auch nach vielen Versuchen nicht. Bei mir hat es - wie sich später herausstellen sollte - auch manchmal nur teilweise geklappt: ich konnte TuneECU bedienen und beispielsweise die Fehler löschen, aber es zeigte sich, dass die Fehler gar nicht "wirklich" gelöscht worden waren.
Worauf ich hinaus will: auch ein nicht optimal funktionierendes TuneECU kann einem Nerven kosten.
Leider bin ich erst sehr spät auf den Trichter gekommen, mir gegen Gebühr das Programm auf mein Handy zu laden. Diese Version lief sofort stabil und perfekt (bei mir auf Android). Der weitere riesige Vorteil: man muss kein Notebook im Rucksack mit sich schleppen, um auf Testfahrten Werte zu ermitteln, oder etwas zurückzusetzen. Kann ich nur empfehlen!

Jetzt zu meinem Vorgehen:
- Der "Initialisierungslauf", also das Laufenlassen des Motors im kalten Zustand ohne jegliche Betätigung des Gasgriffes für 15 Minuten, wird ja immer mal als Lösungsvorschlag genannt.
- Da die Drosselklappensenoren häufig in Gesprächen und Foren als mögliche Fehlerursachen auftauchten, beschloss ich, mich erst einmal an diesen zu versuchen.
- Zur Info: nach jeder Änderung und vor jedem Initialisierungslauf wurde die ECU über TuneECU "Anpassung zurücksetzen" entsprechend zurückgesetzt. Das funktionierte nicht immer (s.o.)!
Auch wenn am DK keine Einstellarbeiten notwendig sind, so finden sich doch im Werkstattbuch einige Angaben zu den Drosselklappenpotentiometern. Von denen gibt es ein forderes und ein hinteres.
Am Rande: das Drosselklappenpotentiometer wird auch als Drosselklappensensor oder TPS (Throttle Position Sensor) bezeichnet.

Für das erste TPS findet man:

Ausgangssignal Drosselklappe in Leerlauf (Motor betriebswarm): ca. 0,6 Volt
Ausgangssignal Drosselklappe voll geöffnet (Motor abgestellt): ca. 3,8 Volt

fürs zweite TPS:

Ausgangssignal Drosselklappe geschlossen: ca. 1,0 Volt
Ausgangssignal Drosselklappe voll geöffnet: ca. 4,3 Volt

Und schon wieder ein Problem: wie soll man den Motor betriebswarm im Leerlauf vor sich haben und gleichzeitig Zugang zu den TPS? Gut, man könnte die DK abbauen, den gesamten Luftfilterkasten - also auch das Unterteil samt Benzinleitung - abbauen, DK wieder ohne Kasten montieren.
Das Einstellen der TPS ist kein Hexenwerk: man löst die seitliche Kreuzschlitzschraube, mit denen die TPS jeweils fixiert sind und dreht dann das gesamte TPS gegen oder im Uhrzeigersinn, je nachdem, ob man den Volt-Wert erhöhen oder senken möchte.
Ich hatte mich für eine andere (nicht zu empfehlende) Alternative entschieden: Motorrad heiß gefahren, schnell alles soweit auseinanderbaut, dass ich die DK abheben konnte, TuneECU angeschlossen und Werte einstellt.
Diese Methode ist nicht korrekt, aber ohne dieses "falsche" Vorgehen wäre ich auf diverse Eigenheiten nicht gestoßen.

Meine Ausgangslage:
TuneECU zeigte für den ersten TPS-Wert ca. 0,8 Volt an (betriebswarm, aber Motor aus)
und 1,4 Volt für den zweiten.
Also habe ich die Werte korrigiert: 0,6 V und 1,0 Volt.
Schon während des Einstellens merkte ich, dass sich der Wert des hinteren TPS leicht veränderte, wenn ich am vorderen etwas verstellte. Außerdem veränderte sich der vordere Wert auch etwas ohne mein Zutun - vielleicht aufgrund fallender Temperaturen etc. Man sollte ja auch im Leerlauf messen...
Wenn ich nun die Drosselklappen über den Gasgriff voll öffnete, stimmten die oberen Werte nicht und die Prozentanzeige des TPS blieb um 90%.

Gab es auch schon einmal:

Zweitmotorrad @ So, 31. Aug 2014, 20:37 hat folgendes geschrieben:
Und wo wir gerade beim Thema sind: hab heute das Laptop an der Käte gehabt, um ein wenig Fieber zu messen. Dabei auch das TPS Signal geprüft. In Nullstellung 0,69V und in Vollgasstellung 3,69V entspricht 94%. D.h. ich kann nie Vollgas fahren blink Vielleicht bin ich deswegen immer so langsam.... unsure


Jedenfalls habe ich nach meiner ersten Justage alles wieder zusammengeschraubt und freute mich über einen niedrigen Leerlauf von 1400 U/min. Also Probefahrt. Keine 2 Kilometer später hing die Drehzahl bei gut 1700 U/min. Da ich gerade vernab auf entlegener Flur war, habe ich aus Verzweifelung einen Initialisierungslauf gemacht (wohlgemerkt falsch, weil in betreibswarmem Zustand). Ergebnis: die Drehzahl lag unter 1000 U/min!
Bei jedem Gaswegnehmen drohte der Motor abzusterben. Interessant: dieser Zustand blieb erst einmal konstant. Die Drehzahl kletterte nicht automatisch wieder hoch.
Am nächsten Morgen dann im kalten Zustand einen Initialisierungslauf: die Drehzahl sank noch etwas tiefer und der Motor konnte nur durch leichtes permanentes Gasgeben am Absterben gehindert werden.
Das konnte es auch nicht sein.

Also wieder alles auseinander und neue Werte eingestellt. Die Maschine war in diesem Fall nur laufwarm und entsprechend war der Wert des ersten TPS wieder von den 0,6 V abgewandert.
Ich justierte wieder nach. Dann wieder alles zusamen...
Start: der Motor schnellte augenblicklich auf 5000 U/min hoch. Das hatte ich bislang noch nicht. Schnell Zündung aus und wieder gestartet: sofort auf 5000.
Beim dritten Versuch hatte ich dann für ca. 20 Sekunden Nerven bewahrt und ihn einfach brüllen lassen. Danach regelte er wie von Geisterhand runter auf knapp 2000 U/min.
Wenn ich jetzt aber den Gasgriff auch nur um einen Millimeter drehte, schnellte der Motor sofort wieder auf die 5000 U/min.
Mittlerweile war die Maschine natürlich wieder heiß und ich stellte neu ein.
Tatsächlich hatte ich danach wieder einen stabilen Leerlauf von ca. 1400-1500 U/min. Also auf zur Probefahrt. Ca. 10 Kilometer ging alles gut, dann ging die Leerelaufdrehzahl wieder auf 1700-1800 U/min hoch und blieb dort. Da ich wieder vernab war, machte ich einen erneuten (wieder falschen, weil im heißen Zustand) Verzweifelungs-Initialisierungslauf.

Und jetzt kommt ein neues Phänomen hinzu (ihr könnt mir glauben, es war 100%ig reproduzierbar und ich habe es bestimmt 10x getestet):
Nach dem Ini-Lauf am Waldesrand habe ich den Motor ausgeschaltet und etwas abkühlen lassen. Dann gestartet und...: perfekter Leerlauf von 1400 U/min. Da die Maschine in Waldrichtung stand, musste ich nun auf dem Waldweg wenden. Also Maschine vom Hauptständer, 1. Gang eingelegt, einen Meter anrollen lassen, ausgekuppelt: 1700 U/min. Mein letztes Haar ergraute.
Motor aus, an: 1400 U/min. Gang rein, 50 Zentimeter eingekuppelt, ausgekuppelt: 1700 U/min.
Ich dachte natürlich, vera....en kann ich mich auch alleine!
Maschine wieder auf den Hauptständer gebockt, gestartet: 1400 U/min.; jetzt mehrfach Gas gegeben und immer wieder auf die Leerelaufdrehzahl zurückfallen lassen: es blieb bei 1400 U/min.
Jetzt Gang eingelegt und das Hinterrad frei drehen lassen, dann etwas Gas gegeben und ausgekuppelt: 1700 U/min!
Das Ganze habe ich wie gesagt bestimmt 10x wiederholt. Es blieb dabei: sobald die Maschine mit eingelegtem Gang auch nur einen halben Meter nach vorne fuhr, ging die Drehzahl auf 1700 U/min hoch.
Etwas schlauer, aber frustriert bin ich erst einmal nach Hause... natürlich mit 1700er Standgas.

Am nächsten Tag habe ich dann eine andere Taktik bei der Justage der Drosselklappenpotentiometer gewählt:
Da ich den vorderen Sensor ja nicht bei laufendem Motor in betriebswarmem Zustand einstellen konnte, habe ich einfach den 2. Wert bei geöffneter Drosselklappe zur Grundlage gemacht. Also: Gasgriff voll auf und das Poti auf 3,8 Volt eingestellt. Dann zeigt TuneECU für das TPS auch 100% an. Schließt man den Gashahn, liegen auch keine 0,6 Volt an.
Das hintere TPS wurde noch einmal exakt auf 1,0 Volt im geschlossenen Zustand justiert.

Und wieder alles zusammengeschraubt...

Jetzt mache ich es ausnahmsweise mal kurz:
Start: 1400 U/min, gefahren 10 km, 100 km, 2500 km... Leerlaufdrehzahl 1400 U/min - keinerlei Sprünge mehr, keine Aussetzer mehr. Mittlerweile habe ich fast 3000 km nach dieser Justage zurückgelegt - fehlerfrei. Einen Initialisierungslauf habe ich übrigens nach der letzten Veränderung auch nicht mehr gemacht... Angst Razz
Zwei Kleinigkeiten haben sich aber doch leicht verändert.
1. Der Benzinverbrauch ist wieder auf 6,2-6,5 Liter runter.
2. Bei morgendlicher Kälte wird die Startdrehzahl zwar normal angehoben, aber etwas früher wieder abgesenkt, als ehemals. Kurzes Gasgeben lässt sie dann wieder hochwandern, kurz verharren und wieder abfallen. Das reicht in der Regel, um ein Absterben zu verhindern. Nach kurzer Zeit läuft sie wieder perfekt jener Leerelaufdrehzahl, die ich seit 10 Jahren kenne.

Sorry für den Roman, aber wie soll man derartige Phänomene kürzer beschreiben?

Ich kann natürlich nur hoffen, dass der Defekt nicht übermorgen wieder auftaucht. Aber dennoch fand ich es erwähnenswert, welche Ausfallerscheinungen man durch einen kleinen Dreh an einem Potentiometer an der @ provozieren kann. Es scheint so, als würde eine ganz kleine Veränderung am TPS eine große Veränderung im Zusammenspiel aller Sensoren bewirken. Da freut sich wohl nur der Chaosforscher...
Jedenfalls wundert es mich nicht mehr, dass bei den beschriebenen Fehlern u.a. Gangsensoren, Außentemperatursensoren usw. in der Hoffnung ausgetauscht wurden, um dem Spuk ein Ende zu machen.

Vielleicht findet ja der ein oder andere DK-Betroffene unter euch die ein oder andere kleine Anregung in meinem Geschreibsel und kommt um einen Komplettaustausch herum!?

Und bleibt zu hoffen, dass alle Betroffenen, die nicht selbst zerschrauben, einen geneigten und fähigen Freundlichen finden, wie "schenkel":

schenkel @ Mo, 28. Jul 2014, 9:32 hat folgendes geschrieben:
Update:
Seit letzten Mittwoch habe ich sie wieder!!! wub
Und: läuft seitdem ohne Probleme.....

Vielen Dank an alle, die hier gepostet haben oder mir per PN noch Info's geschickt haben!!!!!

Also, was war's?
Der Smile hat letztendlich große Teile des Kabelbaums auf Brüche geprüft, und hat dann die Ansaugeinheit ausgebaut und geprüft.
Ergebnis: Kabelbaum ok, aber Drosselklappensensor des vorderen Zylinders defekt.
Freundlicherweise gibt es den Drosselklappensensor nicht von KTM als Ersatzteil - aber nur in Deutschland.
Mein Smile ist da gottseidank recht findig, und hat so ein Teil aus dem Ausland besorgt. Kostet ein Bruchteil der gesamten Ansaugeinheit... Smile

Jetzt läuft sie, und ich freue mich! Very Happy

Wie gesagt, vielen Dank nochmal an alle!

Viele Grüße
schenkel


Allzeit Gute Fahrt und einen funktionierenden Drosselklappenkörper!

punKTuM
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BeitragVerfasst am : Mo, 30. Apr 2018, 19:16    Titel: Antworten mit Zitat



Jetzt müsste noch ein findiger Kollege die Quelle von Schenkels Händler im Ausland ausfindig machen, oder eine Bauteilbezeichnung/OEM-Teilenummer für den TPS-Sensor drunterschreiben und dann ab in die Knowledgebase damit

Cool
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BeitragVerfasst am : Mo, 30. Apr 2018, 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

dap @ Mo, 30. Apr 2018, 19:16 hat folgendes geschrieben:


Jetzt müsste noch ein findiger Kollege die Quelle von Schenkels Händler im Ausland ausfindig machen, oder eine Bauteilbezeichnung/OEM-Teilenummer für den TPS-Sensor drunterschreiben und dann ab in die Knowledgebase damit

Cool


Wieso? Die Drosselklappensensoren kann man doch ganz normal hier in D bestellen. Auch den leerlaufstellmotor kann man über KTM bestellen.
VG Arne
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BeitragVerfasst am : Di, 1. Mai 2018, 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Frage, hast Du den Mist seid Deiner Reinigungsaktion ? Und, sehr gut beschrieben, sollte wirklich in die Wissensdatenbank.

PS: Du beschreibst mein Verhalten sehr gut: Gang drin & Gas gegeben = erhöhtes Standgas (Erster Gedanken = Gangsensor oder doch Temperatursensor ??? )


PPS: Mein Oldtimer hatte das gleiche Problem, Drosselklappenpotentiometer war nach einer Reparatur, leider aufgrund der alten Isolierung anfällig auf Feuchtigkeit geworden - Gas ging hoch bis 1/2 Vollgas.

Da dort nur ein Drosselklappenpotentiometer ohne Volllastpositionsschalter und ohne Leerlaufpositionsschalter verbaut war, brachten minimale Änderungen durch Feuchtigkeit, zum verückt werdende Erscheinungen mit sich.

Messungen von Widerstandswerten und Einstellung von Spannungen brachten im 5 Minuten Abstand neue Ergebnisse aber nie zufrieden stellend.


ERKENNTNISSE:

1.) NACH DEM REINIGEN MUSSTE ICH ES AKRIBISCH TROCKEN (50°C IN KIESELGUR KAMMER)

2.) MINIMALE VERÄNDERUNGEN DURCH FEUCHTIGKEIT VERÄNDERN DIE CHARAKTERISTIK

3.) ÄNDERN DER POSITION DES POTIS VERÄNDERN DIE CHARAKTERISTIK

4.) ANDERE CHARAKTERISTIK UND SCHNELLE ÄNDERUNGEN AM ÖFFNUNGSWINKEL ERHÖHEN DIE EINSPRITZMENGE (ÜBERPROPORTIONAL) - DAS IST WOHL IM MAPPING AUCH SO GEWÜNSCHT.


MEINE LÖSUNG:

GETROCKNET UND MIT ISOLIERSPRAY UNEMPFINDLICH GEGEN NÄSSE UND AUF ALTE POSITION GEBRACHT LASSEN MICH NUN SEID EINIGEN TAGEN GUTER HOFFNUNG SEIN - REGELT IMMER ZURÜCK AUF STANDGAS.


MEIN GEDANKLICHES FAZIT:

Da Kühlmitteltemperatursensor, Lufttemperatursensor, Umgebungsluftdrucksensor, Lambdasonden, Kupplungsschalter, Gangsensor, Drosselklappenpositionen und Öffnungswinkel- & Winkelgeschwindigkeit des Gasgriffes ein exaktes Zusammenspiel zur EINSPRITZMENGE liefern, sind Korrekturen der Einstellungen da nur sehr schwer in einem MINIFENSTER Möglich, da alles sich gegeneinander beeinflusst.


UND EVTL. IST DAS DIE FUNKTIONIERENDE GRATWANDERUNG:

punKTuM hat folgendes geschrieben:
Da ich den vorderen Sensor ja nicht bei laufendem Motor in betriebswarmem Zustand einstellen konnte, habe ich einfach den 2. Wert bei geöffneter Drosselklappe zur Grundlage gemacht. Also: Gasgriff voll auf und das Poti auf 3,8 Volt eingestellt. Dann zeigt TuneECU für das TPS auch 100% an. Schließt man den Gashahn, liegen auch keine 0,6 Volt an.
Das hintere TPS wurde noch einmal exakt auf 1,0 Volt im geschlossenen Zustand justiert.

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BeitragVerfasst am : Di, 1. Mai 2018, 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo punKTuM,

ich bin bisher größtenteils verschont geblieben von solchen Problemen.
Kam genau 1 mal vir - und dann nie wieder.
Motor an aus und alles war wieder gut.
Es war eines der wenigen Male, dass ich den Motor mit eingelegtem Gang und gezogener Kupplung gestartet habe.
Jetzt starte ich immer im Leerlauf, warte bis die Drahzahlanzeige ihre Ehrenrunde gedreht hat und achte peinlichst darauf, den Gasgriff beim Starten nicht anzutasten.

Wollte Dir aber trotzdem danken für Deinen Lösungsansatz. Wenn es mal soweit ist, werde ich Deine testen.
Gruß
Goran
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BeitragVerfasst am : Di, 1. Mai 2018, 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

HotFire @ Di, 1. Mai 2018, 10:02 hat folgendes geschrieben:
Frage, hast Du den Mist seid Deiner Reinigungsaktion ? [...]


Hallo HotFire!

Nein, im Gegenteil Mr. Green .
Die Reinigungsaktion hatte ich durchgeführt, weil ich damit hoffte, den Fehler zu beseitigen. Dachte, dass aufgrund der geringen Verkokungen an den Drosselklappen bzw. in den Ansaugstutzen etwas klemmen könnte und dadurch die Leerlaufdrehzahl hängen bliebe. War leider nicht...
Habe das Problem bestimmt seit über einem halben Jahr. Anfangs trat der Fehler 1x alle drei oder vier Tankfüllungen auf. Allerdings ging die Drehzahl nie über 2000 U/min hoch.

Im Laufe der Zeit und Kilometer trat das immer häufiger auf. Schließlich auf 10 km 3x, dann aber auch wieder 300 km gar nicht. Früher bei meinen Vergasermopeten mit Bowdenzügen hätte ich gesagt: da muss mal ein neuer Gaszug rein, der alte hängt irgendwo Rolling Eyes .

Dass Feuchtigkeit etwas ausmachen kann, hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Ach spannend... Very Happy .
Ich hatte allerdings nach der Reinigung mit den eh sehr leichtflüchtigen Reinigungssprays noch alles vorsichtig abgewischt und leicht trockengeblasen.

Gestern bin ich noch einmal die kleine Hausrunde gefahren. Noch läuft alles perfekt wub - seit 3000 Kilometern.

Grüße
punKTuM
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BeitragVerfasst am : Di, 1. Mai 2018, 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

sinclair @ Di, 1. Mai 2018, 11:58 hat folgendes geschrieben:
Hallo punKTuM,

ich bin bisher größtenteils verschont geblieben von solchen Problemen.
Kam genau 1 mal vir - und dann nie wieder.
Motor an aus und alles war wieder gut. [...]


Drück dir die Daumen, dass es so bleibt. Allerdings hat es bei mir vor einem guten halben Jahr genau so angefangen... blink
Wenn ich es recht bedenke, kann das auch schon fast ein Jahr her sein wacko .

Grüße
punKTuM
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BeitragVerfasst am : Di, 1. Mai 2018, 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo punKTum,
danke für Deine Mühe mit der ausführlichen Beschreibung! Hoffe, es bleibt jetzt alles gut.
Hakim
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BeitragVerfasst am : Di, 1. Mai 2018, 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

punKTuM @ Di, 1. Mai 2018, 12:51 hat folgendes geschrieben:
Dass Feuchtigkeit etwas ausmachen kann, hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Ach spannend... Very Happy


Feuchtigkeit hat mich echt zum verzweifeln gebracht - Dichtung gewechselt und Ventile eingestellt, weil Motor von der blöden Dichtung voller Öl war mit Bremsenreiniger gereinigt und mit einer Gießkanne Wasser vorsichtig etwas nachgespült:

DANACH NUR NOCH ÄRGER, BIS ICH ÜBER DIE FEUCHTE IN DER DROSSELKLAPPEN-POTENTIOMETER-VERKABELUNG GESTLOLPERT BIN.


Da das scheiß Ding über 200€ kostet, erst in meine Luftdichte Tupperdose mit 2 kg KIESELGUR und über Nacht auf die Zentralheizung und danach in TESLANOL Isolier- und Schutzlack gebadet und jetzt ist gut.
Da habe ich auch gute Erfahrungen mit gemacht, wenn ich Sensoren baue und die anschließend so gegen Fremdeinflüsse Schütze (z.B. Thermoelement in leitender Flüssigkeit o. Ä.)

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BeitragVerfasst am : Mi, 2. Mai 2018, 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

HotFire @ Di, 1. Mai 2018, 13:30 hat folgendes geschrieben:
[...]
...danach in TESLANOL Isolier- und Schutzlack gebadet und jetzt ist gut.
Da habe ich auch gute Erfahrungen mit gemacht, wenn ich Sensoren baue und die anschließend so gegen Fremdeinflüsse Schütze (z.B. Thermoelement in leitender Flüssigkeit o. Ä.)

Als Hobbyelektroniker auf "Kosmos-Experimentierkasten-Niveau" kannte ich das Zeug gar nicht. Hätte ich aber anderweitig schon gut gebrauchen können.
für den Tip!

Ach so, kannst du vielleicht noch kurz erläutern, wie du die Drosselklappenpotis wieder korrekt eingebaut hast? Da muss doch eine Feder unter Vorspannung gebracht werden, oder so?

Grüße
punKTuM
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BeitragVerfasst am : Mi, 2. Mai 2018, 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

@punKTuM

ich spreche nicht von der KTM - ich habe das Glück gehabt, das ich an dem Oldi exakt abgemalte Schraubenabdrücke hatte und diese mir als Position dienten.

Weiterhin hat extrem lautes Fluchen sehr geholfen - die Arbeit war ohne frage scheiße - vor allem weil von 3 Leitungen die gesamte Isolierung abgefallen ist nach 25 Jahren.

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BeitragVerfasst am : Mi, 2. Mai 2018, 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, Missverständnis Smile .
An mangelndem Fluchen kann es bei mir eigentlich nicht gelegen haben Rolling Eyes , aber vielleicht hatte ich nicht die richtigen Ausdrücke gewählt Razz
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BeitragVerfasst am : Mi, 2. Mai 2018, 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

punKTuM @ Mi, 2. Mai 2018, 14:50 hat folgendes geschrieben:
Als Hobbyelektroniker auf "Kosmos-Experimentierkasten-Niveau" kannte ich das Zeug gar nicht. Hätte ich aber anderweitig schon gut gebrauchen können.
für den Tip!


Neben Elektro Feinreiniger (TESLANOL), Kunstharz, Heißkleber und selbst verschweißenden Schrumpfschlauch, gut angelegte 20€ - habe damit ein Steuergerät von Wassereinbruch geheilt und in ein IPX7 verwandelt.



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Zuletzt bearbeitet von HotFire am Mi, 2. Mai 2018, 15:12, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am : Mi, 2. Mai 2018, 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Jau, hatte ich auch schon gegooglet. Mache ja nur ungern Werbung für den Laden, aber bei der Amazone gibt es die 400ml T7 angeblich für 6,84 inkl. Versandkosten. Habe ich gerade jedenfalls mal geordert...
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BeitragVerfasst am : Do, 3. Mai 2018, 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Punktum,

vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung.

@Moderatoren: bitte in die Knowledge Base

Gruß

Volker
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