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Rallye Breslau 2018
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RobbeOffline
Schlammspringer
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Anmeldungsdatum: 02.12.2009
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BeitragVerfasst am : Do, 19. Jul 2018, 0:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ergänzung zum 03.07.:
Zwischen den beiden Spezial gab uns der Veranstalter eine Pause von 60Minuten und bot die Möglichkeit 15 km, einfache Strecke ins Camp zu fahren und Service vorzunehmen. Ich entschied mich dagegen und rief die Servicefee herbei. Da Wasser und Essen knapp war hatte Lutscher alles wichtige an Bord. So rollte ich das Roadbook ein und Lutscher schob mir parallel ein Baguette zwischen die Kiefer. "Iss mein Junge" Füllte den Camelbag auf und erinnerte mich ständig daran was zu trinken. Ruckzuck waren 60min rum und ich Stand an der Startlinie 10 9 8 7 6 5 Gang rein 4 3 2 1 Feuer frei.......Brrrrrrrrb...

Am Ende des Tages bekam ich erst mit was bei Erik los war und ich war Gott froh zweimal ohne Probleme durch das Wasserloch durch gekommen zu sein.
Hinzu kommen nach 4 Tagen Rallye und fast 1.000 km das unsere Körper vermehrt Anzeichen der körperlichen Erschöpfung sendeten. Die morgentlichen Rituale dauern länger, jeder Handgriff ist mit einem inneren Widerstand verbunden und dabei bedeutete der vierte Tag erst Halbzeit.
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AynchelOffline
Speichenputzer
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BeitragVerfasst am : Fr, 20. Jul 2018, 9:24    Titel: Antworten mit Zitat

ach Scheisse
wenn ich das hier lese werd ich richtig wehmütig
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LCBalticOffline
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BeitragVerfasst am : Fr, 20. Jul 2018, 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Voll auf Spannung warten wir auf die weiteren Tage,
super Bericht vom tollen Abenteuer wub

_________________
Viele Grüße aus dem Nordosten von D
Henning
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AtzimuthOffline
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BeitragVerfasst am : Fr, 20. Jul 2018, 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

04.07.
An die steigende Erschöpfung, wie von Robbe erwähnt, kann ich mich nicht erinnern.
Immer wenn mein Moped mir im Fahrerlager umfiel, was langsam öfters vorkam beim aufbocken,
sah alles wie immer aus wenn Robbe sie mir aufheben musste.
Ich weiß also nicht wovon er spricht …………….. Mr. Green
Aber es stimmt, selbst das frühstücken empfand man mittlerweile als anstrengend.
Der heutige Tag bestand wieder aus 2 Etappen mit längerer Liason, ich glaube wir fuhren fast eine Stunde mit Zwischentanken und essen (Übersetzen auf der Straße außerhalb des Rennens, jedoch auch mit knapper Zeitvorgabe).
Im ersten Teil startete ich durch meinen Zwischenfall am Vortag als Vorletzter auf Platz 24.
Im Kopf versuchte ich mich immer wieder zu beruhigen und darauf einzustellen nur für mich selbst zu fahren…muss ich ja eh als fast Letzter
Gerade bei einem Verfahrer ist man ja schnell dazu geneigt, einem Anderen für 2 Abbiegungen zu folgen.
Manche können das ganz gut, sobald der Tripmaster aber nur ein wenig abweicht kann mein kleines Hirn Flora und Fauna nicht mehr in den gleichen Takt mit dem RB einordnen.
Das Rennen lief alles zur Abwechslung wie geschmiert, ich komme gut durch und schaffe es sogar nach kurzer Zeit Robbe anzutreffen.
Er ist scheinbar einige Meter zurück gefahren und versucht sich in Einklang zu bringen mit dem RB.
Ich bin kurz davon überzeugt das ich dann sicher auch falsch sein müsste, rufe mir dann aber wieder ins Gedächtnis nicht von meinem Track abzuweichen, allzu gern Zweifel ich da gern an meinem Verstand.
Ich ziehe also weiter und überprüfe das übernächste Bild mit einem Turm der eingezeichnet ist….passt!
Ein Stück später komme ich auf eine große Freifläche ohne Bäume und leicht Hügelig.
Alle 30m ein Abzweig, teilweise 6 Wege die aufeinander kommen und immer wieder in Abständen unter 100m links, rechts, etc.
Den Rally Dacia sehe ich auch bei der Gelegenheit, scheinbar haben sie abgekürzt und suchen gerade die Stelle des Problems, schließlich sind hier alle paar Meter CPs die erreicht sein müssen.
Im Bild erkennt Ihr die Anzahl der Markierungen, vielleicht kann man es sich dann ja vorstellen.
Am Ende komme ich wieder über eine Straße und biege auf eine breite Sandpiste ab (jawohl, die des LKW Nahtoderlebnisses), Track passt also perfekt.
Also Hahn auf und Gas, Geschwindigkeit stabilisiert.
Den Lenkungsdämpfer habe ich am Morgen zum Glück schon etwas straffer gestellt, die Kraft lässt nach
In eine Senkung kommen fängt die Käthe plötzlich an zu spucken, zefix, was jetzt.
Schnell Choke ziehen, vielleicht hat sie sich durch die Wellen nur verschluckt,
kurz wieder Gas, dann stottern und aus.
Sch…, so eine verdammte Schei….
Also unter höchster Anstrengung die Karre 3m nach links aus dem Sand schieben, nicht das der Nächste geballert kommt.
Ich bin völlig durchgeschwitzt.
Schnell Sicherung geschaut, durch.
Zefix, neue rein….wieder durch.
Da der Planet brennt, reiße ich mir den Helm runter und schaue mich um.
§0m weiter geht ein Weg nach links ab und 100m weiter stehen Bäume und Büsche.
Als ich losschiebe kommt einer von der Straße gelaufen und fragt ob alles ok ist.
Ich schlucke die Wut und Enttäuschung runter und frage nur nach Wasser, hat er aber leider nicht dabei.
Meines war zwar noch nicht alle, haushalten sollte man aber trotzdem.
Im Schatten stehend schaue ich den Stecker der BP an und sehe das ein Stück Kabelbaum nach oben unter den Tank verbrannt ist.
Das kann doch echt nicht sein, warum nur, warum.
Währenddessen sehe ich auch schon Robbe vorbei ziehen, den XT Treiber und viele andere.
Die meisten sehen einen garnicht, wie auch bei so einem schnellen Stück wo man alle Kräfte und Gehirnströme braucht.
Sie zu sehen zehrt an den Nerven, ich verspüre den Drang mich wie mein Sohn weinend auf den Boden zu werfen, der Zuschauer hindert mein inneres aber daran.
Ich lege los, baue den Motorschutz runter und sehe auch gleich die Ursache, 2 Kabel haben am Regler gescheuert und sind spätestens nach der 2. Sicherung in Flammen aufgegangen.
Während ich den Tank abbaue kommt Lutscher zufällig vorbei.
Er stand einige Kilometer entfernt an der Straße und hat über das Livetiming gesehen das ich stehe.
Er führt mir als erstes eine schlumpfblaue Flasche Gatorade zu, Energie soll man ja nicht vernachlässigen.
Kurz nach Ihm kommt Alexander, der vor einigen Kilometern raus ist und sich zum Ausklang die Gegend anschauen will.
Während ich mit Leatherman, 50cm rotem Kabel und Schrumpfschläuchen die Kabel flicke ermuntern sie mich und bauen mich auf.
War auch nötig, mit freiem Herzen fährt man besser.
Zum Schluß noch die Benzinpumpe austauschen, die Klappert innen und läuft nicht richtig an.
Schön wenn man alles dabei hat, ist ja noch nicht schwer genug so eine LC8.
Alles zusammen, Testlauf und….läuft.
1 ¾ Stunden später…..es kommen fast keine Fahrzeuge mehr, egal.
Nach der Motivation muss ich weiter, Alexander als altes Urgestein der ersten Breslau schafft es immer mit seinen Geschichten.
Ein Tag ohne Zwischenfälle ist keine Geschichte wert sagt er, schauen wir mal am Abend ob er Recht behält.
Ich ziehe mich an und Gas.
Nach den ersten 50 m wieder stottern…Benzinhahn.
Idiot, hatte nochmal zugemacht zum schauen ob die BP wieder anläuft.
Ab jetzt weiter und schön navigieren, kann ja keiner mehr kommen.
Es läuft echt gut, ich komme gut voran und bei kleinen Unklarheiten halte ich kurz an und gönne mir 20 Sekunden zum durchdenken.
Das kann ich auch nur jedem empfehlen, einfach auf gut Glück zu fahren und wieder zurück kostet meist mehr Zeit.
Irgendwann komme ich an den einzigen besetzten CP, der auch zeitgleich Tankstelle ist.
2 Jung vom Leipziger 4x4 Club.
Ich tanke schnell voll, dann Helm ab und das Sandwich raus.
Nebenbei wechsle ich das Roadbook, durch die Größe mussten wir es teilen.
Da ich scheinbar der Letzte bin bzw. kein Stress mehr herrscht, haben sie auch Zeit mit mir zu quatschen.
Nach fertigem RB rauche ich erstmal die obligatorische Sportlerzigarette und wir reden offen über Orga, Baja- Vergangenheit und den 4x4 Club.
Für mich vieles sehr interessant und auch mal schön von deren Aufgaben was zu Hören.
Wenn man bedenkt das einige der Leute für Lau knapp 2 Wochen Urlaub opfern um uns Spinnern so ein Abenteuer zu ermöglichen oder den Aufwand der Kovatchev- Crew über das Jahr….wirklich ganz große Klasse.
Nachdem ein Funkspruch unsere Runde unterbricht fahre ich weiter.
Es läuft, Gas, Bremse, Abbiegungen,… immer weiter.
Durch die Pause ist auch wieder Kraft zurückgekehrt und die Zeit rückt in den Hintergrund.
Es gibt ja genug Situationen wo Kilometer um Kilometer sich im Stundentakt hinziehen wie eine Leveschaltung des Bundestages, gerade wenn man am Ende ist.
Jetzt habe ich aber das Gefühl noch ewig fahren zu können.
Während ich in meiner Welt lebe hat es heute auch Robbe erwischt.
Ihm ist der Kontakt gebrochen an der Batterie.
Ich weiß leider nicht die Situation ins Detail, nach einer Fehlersuche hat er den Kontakt aber schnell gefunden und Ihn fachmännisch mit Kabelbinder und Draht repariert.
Am Abend hat er gleich neue Kontakte aufgecrimpt, hätte ich auch gemacht….also irgendwann mal zumindest…es lebe das Provisorium.
Ich komme gut durch und komme als einer der letzten ins Ziel mit Überschreitung der Fahrzeit.
Da ich aber wieder so Euphorisch empfangen werde im Ziel und das Gefühl habe alle CPs gefunden zu haben,
bin ich Mega happy nicht aufgegeben zu haben.
Da war es wieder, dass Breslau Gefühl aus Alexanders Erzählungen.
Nicht aufzugeben, egal ob die Nacht hereinbricht oder einem die Technik ärgert.
Was sind schon knapp 2 h Ausfallzeit, wenn man es trotzdem schafft.
Im Lager ist die Stimmung ähnlich.
Egal wer wann reinkommt, es zählt nur ob man es schafft.
Jetzt noch bekomme ich Gänsehaut bei dem Gedanken an die Momente, das Absteigens unter dem Schrauberzelt.
Im Lager wie immer der Service fällig.
Robbe ist noch am schrauben und Servicen, Olli stürzt sich auf mich und meine Aufgaben.
Tanken, Luftfilter, etc.
Die Kabel überlege ich kurz zu löten oder zu vercrimpen von der Feldinstandsetzung,
ich belasse es dann aber dabei nochmal alle Kabel neu zu fixieren.
Robbe prüft das auch gleich nochmal und legt nach, wackeln und rütteln tut ja alles zur Genüge.
Am Abend sitzen wir dann zusammen, schreiben nebenbei RB, und erzählen uns erlebte Situationen und Geschichten.
Der Start soll am nächsten Tag zwar erst um 13:30 für uns erfolgen, vor 0 Uhr sind wir aber trotzdem im Bett.



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AtzimuthOffline
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BeitragVerfasst am : Fr, 20. Jul 2018, 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

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BeitragVerfasst am : Fr, 20. Jul 2018, 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Das du dich an die ganzen Kleiniugkeiten so gut erinnern kannst! Bist doch auch nicht mehr so jung Wink

Ganz grosses Kino, Jungs! wub

PS: L. ist irgendwie immer da. Auch wenn man ihn wirklich nicht braucht, aber halt auch immer wenn man ihn braucht Wink

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errorsmithOffline
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BeitragVerfasst am : Fr, 20. Jul 2018, 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht umsonst ist Lutscher ja auch Präsident.

Wirklich großes Kino, da hat OM recht, was auch eigentlich sehr sehr selten vorkommt.

Gude, error

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boguOffline
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BeitragVerfasst am : Fr, 20. Jul 2018, 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Das Foto 8.jpeg ist ja sowas von geil, das sagt mehr aus als 1000 Worte, erschöpft aber zu 100% glücklich, da kriegt man Lust drauf sowas auch zu machen.

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kampfschneckeOffline
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BeitragVerfasst am : Sa, 21. Jul 2018, 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

Atze, du kannst ja nicht nur fahren und schrauben, deine Berichte sind super.
Ganz vielen Dank!


_________________

Grüße von Stefan
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RobbeOffline
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BeitragVerfasst am : Sa, 21. Jul 2018, 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ergänzung 04.07.:
Ja, der Einklang mit dem Roadbook war ein wenig verworren an diesen Tag. Der unscheinbare Kompasskurs nach 20 min in einer langgezogenen Linkskurve habe ich wie viele andere nicht wahrgenommen und somit habe ich ständig das nächste Bild gesucht. Die ganze Aktion hat mich eben mal 25 Minuten gekostet.
Bei Kilometer 100 kam dann auch der erste technische Defekt auf der Strecke. An einer kleinen sandigen Auffahrt fing meine LC8 plötzlich an zu rotzen.
Sprit leer....Zündschloß... ????
Da fiel ein Gespräch mit Lutscher ein, "Wenn se stottert ist das Batteriekabel locker." Schaden konnte es nicht dort zu erst zu suchen. BINGO, nur war es nicht nur locker sonder hinter der Befestigungsschrauben komplett abgebrochen. Also kurz überlegt was ich aus meiner Werkzeugrolle verwenden konnte. Getreu dem Motto "Weiß der Bauer keinen Rat nimmt er Draht". Also das Batteriekabel mit ein Stück abisoliertem Kabel und einigen Kabelbindern an den Batteriepol geknotet und nach 45 min lief sie wieder.
Puuuhh ... noch 60km Strecke machen, aber ständig mit einem mulmigen Gefühl ob das Provisorium hält. Nach dem Zieleinlauf ging es ab ins Camp und es wurde wie nach jedem Zieleinlauf ein Isotonischer Gerstensaft inhaliert. Schrauben, Futter fassen, Duschen, Roadbook markern und ab in die Horizontale. Ich glaube es war sogar vor Mitternacht.
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AtzimuthOffline
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BeitragVerfasst am : Mo, 23. Jul 2018, 9:04    Titel: Antworten mit Zitat

05.07.
Heute stand nebenher wieder der letzte Camp-Umzug an.
Für uns hieß das einmal alles zusammenpacken und gut verstauen, schließlich hatte ein Servicefahrer den Anhänger bereits schon einmal „neu eingeräumt“.
Da wir erst halb 1 Richtung Start fuhren, war dies kein Problem und genügend Zeit für alles.
Frühstücken, aufräumen, Fahrerbesprechung, Roadbook ändern + einrollen, 8x nacheinander pullern gehen und los zum Start.
Lutscher machte sich zeitgleich mit uns auf den Weg und verbrachte den Tag mit umsetzen des Gespanns und später mit dem Silberpfeil an diversen Aussichtspunkten.
Die Fahrt zum Start war nicht einmal besonders lang, durch den Campwechsel hatten wir allerdings eine Liason von 112Km bis zum Start 2.
Ansonsten lief heute alles unbeschreiblich gut was die Technik anging.
Man merkt das man über den Level „infit“ hinweg ist und lernt mehr im Sitzen zu fahren, Energie zu sparen.
Ist ja alles nur eine Gewohnheit auf schnellen Etappen auch im Sitzen balancieren zu können.
Nach dem ersten Drittel verzettle ich mich zwar, komme aber mit Geduld und nachdenken wieder auf die Strecke zurück.
Da Robbe das gleich geschieht gen Ende, sind wir trotzdem nacheinander im Ziel.
Wenn man das Rallye Replay anschaut könnte man denken wir sind die erste Zeit zusammen gefahren,
es ist aber Wahnsinn, wir haben nicht einmal gemerkt dass wir so nahe zusammen sind.
Nach dem Ziel heißt es an der ersten Tanke auffüllen, trinken und vor allem Essen.
Ich habe mir gleich noch ein zweites Sandwich geholt in der Tanke…wir brauchen Energie.
Nach kurzer Pause hieß es los, die Zeit ist für diese Überfahrten auch nur ziemlich knapp kalkuliert.
Also mit 80 gen Start 2, viel schneller wäre einerseits für die Reifen nicht so gut, andererseits für die Strafzeiten.
Durch die Tracker kontrollieren die Orga nicht nur im Rennen die Geschwindigkeiten (bei Ortschaften oder Höfen an der Strecke), sondern auch außerhalb bei Einzeichnung ins RB.
Finde ich ganz sinnvoll, es gibt ja immer Einige bei denen das Hirn ausschaltet und zu Hause will ich ja auch nicht, dass einer mit 100 am eigenen Zaun vorbei ballert….wir sind schließlich nicht bei Middle East
Stage 2 läuft genau wie der Vormittag, die Runde wurde ebenfalls etwas gekürzt, genauer gesagt um 27Km.
Traurig sind wir darüber nicht, man merkt jeden Kilometer.
Die Strecke läuft ganz gut, in der Mitte kommen wir auf eine Art „Serpentinenpiste“ des ersten Tages.
Es ist ein 6m breiter Sandstreifen der mehrere hundert Meter geradeaus geht und dann eine 180° Wende macht. Das Ganze ein halbes Dutzend Mal. Natürlich Tiefsand, was sonst. Nach dieser Strecke geht es rechts weg und nach mehreren Kilometern sticht man mit einem Mal wieder in die Strecke vor den Serpentinen.
Ich erschrecke und überlege ob man eventuell entgegen fährt und hier falsch ist.
Es steht ein Streckenposten zur Sicherheit etwas abseits, man überlegt aber trotzdem.
Robbe erging es genauso erfahre ich im Nachgang.
Wie ich die Strecke erneut befahre sehe ich für Ihre erste Rundfahrt bereits Autos.
Man sind die schnell…
Am Ende der besagten Strecke halte ich und prüfe gegen das Roadbook, irgendwie bin ich unsicher ob es hier wirklich lang geht.
Als ich mich aber fange fahre ich wieder los, nur ohne die Brille aufzusetzen.
Ich komme keine 100m, zack Biene im Helm.
Ich werde innerhalb einer Sekunde panisch…Vollbremsung, Moped fallenlassen….der Verschluss vom Helm und Handschuhe sind eine blöde Kombi…er ist unten und das Vieh fliegt wieder weg.
Glück gehabt, nicht gestochen, dass hätte mir noch gefehlt, vor allem in der Nähe des Ohres.
Auf den Schreck rauche ich schnell eine, jetzt ist es eh schon wurscht.
Dann rauf und weiter, die letzten Kilometer verlaufen entspannt ohne Zwischenfälle.
Im neuen Ziel ein herrlicher Anblick, ein riesiger See mit Sand.
Der LKW steht etwas abseits vom Getümmel, die Sonne scheint, einfach ein geiler Augenblick.
Wir entschließen uns als erste Maßnahme höchster Priorität baden zu gehen.
Lutscher folgt uns und wirft seinen Rombus ebenfalls in das nach 200m immer noch erst knietiefe Wasser.
Es ist zwar braun durch den Sand, aber egal, einfach herrlich.
Nach vollzogenem Spaß noch die Arbeiten wie immer.
Roadbook, Luftfilter, Tanken, Camelbak und bei mir noch das Hinterrad wechseln.
Den Abend am See mit Essen genießen wir mehr denn je, nach 2 Abschluss Bier ist man gleich viel Glückseeliger im Bett.
Was mir aber auffällt, so ganz ohne schrauben und Zwischenfälle ist es einfach nur eine Strecke an die man sich nicht ganz so leicht erinnert.
Man könnte fast sagen es fehlt einem was.



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Abbauen
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AtzimuthOffline
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BeitragVerfasst am : Mo, 23. Jul 2018, 9:05    Titel: Antworten mit Zitat

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BeitragVerfasst am : Mo, 23. Jul 2018, 9:07    Titel: Antworten mit Zitat

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BeitragVerfasst am : Mo, 23. Jul 2018, 11:14    Titel: Antworten mit Zitat

...toller Bericht. Danke fürs Einstellen.
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Gruß IXTE

mit der 690er grüsst mich kein Schwein heul , mit der 990er sogar Harleyfahrer
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BeitragVerfasst am : Mo, 23. Jul 2018, 19:48    Titel: Antworten mit Zitat


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Cool Cool Cool Friedrich
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